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Ausgabe Nr.
647/2011,
10. Jg., vom Samstag, 17. Dezember 2011
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Aktueller
Wochenrückblick |
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In der vergangenen Handelswoche hat es die Aktienmärkte erneut
schwer erwischt. Der DAX verlor 4,8 Prozent gegenüber dem
Schlußkurs der Vorwoche und notiert damit bei 5.702 Punkten.
Nachbörslich hat der DAX weiter an Wert verloren und ist damit
unter die
5.700er Marke gerutscht. Für Verunsicherung auf dem
Börsenparkett sorgt weiterhin die Euro-Schuldenkrise.
Uneinheitliche Konjunkturdaten mit negativen Inhalten aus Asien und
Japan haben die Märkte einerseits belastet, andererseits
überraschten deutsche Konjunkturdaten und teilweise
US-amerikanische Daten positiv. Insgesamt war die Grundstimmung dennoch
negativ. Schließlich belastete der schwache Umsatzausblick
von
Intel insgesamt die Aktienmärkte.
Neben den politischen Unsicherheiten um die Eurokrise machen sich
Börsianer zunehmend Sorgen um einen möglicherweise
eskalierenden internationalen Konflikt mit dem Iran. Dies
könnte
kurzfristig zu einer Verteuerung der Ölpreise und damit einer
weiteren Belastung der schon schwachen Wirtschaft führen. Die
Rezessiongefahr könnte sich damit beschleunigen.
Ratingagenturen
haben einige Unternehmen aus dem Finanzselktor abgestuft und mit dem
Abstufen der Bonität zahlreicher
Staaten der Eurozone gedroht. Dieser Mix negativer Nachrichten
belastete die Aktienmärkte weltweit. Selbst der
große
Verfallstag am Freitag beeinflusste die Aktienmärkte kaum.
Unter den DAX-Aktien legten im Wochenverlauf Aktien der Deutschen Post
mit einem Wochengewinn von 2,2 Prozent auf 11,13 Euro am
stärksten
zu. Die Wachstumsraten des Onlinehandels im Weihnachtsgeschäft
beschehrt der Deutschen Post gute Geschäfte. Auch die
konservativen Werte Fresenius Medical Care und Merck legten 1,6 bzw.
0,4 Prozent zu.
Deutlich größer ist dagegen die Anzahl der
Wochenverlierer.
Aktien von E.on verloren 9 Prozent auf 16,18 Euro. Der Energieriese hat
derzeit einerseits das Inlandsgeschäft nach dem Atomausstieg
zu
bewältigen. Andererseits belastet das
Auslandsgeschäft, da
zahlreiche Länder des Mittelmeerraumes mit schwachen
wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu kämpfen haben. 8,4
Prozent
verloren die Dividendenpapiere des Versicherungsriesen Allianz. Die
Aktie notiert aktuell bei 72,77 Euro. Die Bonitätsabstufung
der
gesamten Finanzbranche sowie Sorgen um die Euro-Krise belasten
weiterhin die Bilanz des Unternehmens. Schwache Konjunkturdaten haben
den Kurs der Volkswagenpapiere um 7,6 Prozent auf 115,35 Euro
gedrückt.
In der Woche vor Weihnachten sind die Umsätze meist gering, da
einige Händler bereits im Weihnachtsurlaub sind. Ob dies
aufgrund
der aktuellen Sondersituation auch dieses Jahr so ist, muss sich erst
zeigen. Allerdings könnte es aufgrund geringerer
Umsätze an
einzelnen Handelstagen zu Ausreißern kommen. Und zum
Jahresende
dürfte auch das Windows-Dressing für Verschiebungen
sorgen,
bei dem schlecht gelaufene Aktien um jeden Preis verkauft werden und
gut gelaufenen Papiere in die Depots genommen werden. Clevere
Schnäppchenjäger könnten hier gezielt
zuschlagen und
beispielsweise Aktien der Energieversorger auf einem günstigen
Kursniveau ins Depot legen.
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Börsenlexikon
- Begriff der Woche |
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Festverzinsliche Wertpapiere
Wertpapiere mit einem festen
Zinssatz während der Laufzeit
Als Festverzinsliche Wertpapiere werden solche Wertpapiere bezeichnet,
die während der gesamten Laufzeit einen vorher fest
vereinbarten
Zins zahlen und am Ende der Laufzeit zum Nennwert
zurückgezahlt
werden. Der Zinssatz bleibt bei Festverzinslichen Wertpapieren damit
während der gesamten Laufzeit unverändert.
Unter dem Begriff Festverzinsliche Wertpapiere werden damit z.B.
Pfandbriefe, Kommunalobligationen und
Anleihen zusammengefasst.
Im modernen Sprachgebrauch zählen auch Zerobonds zu
Festverzinslichen Wertpapieren. Zerobonds schütten
während
der Laufzeit zwar keine Zinsen aus und sind dementsprechend gem.
obenstehender Definition keine klassischen Festverzinsliche
Wertpapiere. Allerdings entspricht der Charakter der Zerobonds dem der
Festverzinslichen Wertpapiere.
In
dieser Rubrik erklären wir Ihnen kurz und prägnant
wichtige Börsenbegriffe. Kennen Sie einen Begriff, den Sie
nicht verstehen, schlagen Sie diesen als Begriff für das
Börsenlexikon vor. Nutzen Sie hierzu unser Mitteilungsformular
unter http://www.bullenbrief.de/mitteilungen.php5. Eine
Übersicht aller bereits vorgestellten Begriffe finden Sie
unter http://www.bullenbrief.de/boersenlexikon.php5.
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Aktientipp
der Woche |
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In
den letzten Monaten sind die deutschen Energieversorger deutlich unter
Druck geraten. Deutschlands größten Energieversorger
E.on
trifft es dabei besonders hart. Nachdem das Unternehmen aufgrund des
Atomausstiegs in Deutschland deutliche Gewinneinbußen
verkraften
musste, macht dem über die Landesgrenzen hinaus operierende
Unternehmen zunehmend die Rezession einiger europäischer
Länder schwer zu schaffen. Vor allem Italien und Spanien
drücken niedrige Strompreise, nicht ausgelastete Kraftwerke
und
regulatorische Eingriffe auf das Ergebnis: E.on schrieb alleine in den
Mittelmeerländern 2,1 Milliarden Euro ab.
Um weiter flüssig zu bleiben und sich auf das Wachstum in
Ländern wie Indien und der Türkei konzentrieren zu
können und in den Ausbau erneuerbarer Energien zu investieren,
plant das Unternehmen den Verkauf von Beteiligungen. Weit
fortgeschritten soll dabei der Verkauf des Gasnetzes sein.
Außerdem möchte sich das Unternehmen von rund 11.000
Mitarbeitern trennen um die Personalkosten zu reduzieren.
Dieser
Aktientipp wird durch © ddp
übermittelt. Die komplette Aktienanalyse sowie stets aktuelle
Aktienanalysen finden Sie auf unseren Webseiten in der Rubrik Aktie des
Tages unter http://www.bullenbrief.de/aktie_des_tages.php5.
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Buchtipp
der Woche |
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Pressestimmen
»Bestens recherchiert, detailliert und
auch immer wieder mit einem Augenzwinkern.« --Buchnews.com,
18.11.2011
»...lesenwerte Streitschrift... «
--Vorwärts, 10/2011
»Ein Buch, das nachdenklich stimmt und anregt, auch einmal
über das eigene Verhalten nachzusinnen, da es ohne erhobenen
Zeigefinger auskommt.« --Die Rheinpfalz, 5.10.2011
"Da, wo Wickert draufsteht, ist auch Wickert drin.«
--Rheinische Post, 14.10.2011
»Der frühere Tagesthemen-Moderator Ulrich Wickert
hält
der Gesellschaft unermüdlich den moralischen Spiegel
vor.«
--Westdeutsche Allgemeine Zeitung, 13.10.2011
»Der Autor nennt die Schuldigen beim Namen und fordert,
endlich
Verantwortung zu übernehmen.« --Syker Zeitung,
25.11.2011
Kurzbeschreibung
Ist es bloße Gier, die Menschen dazu bringt, zu
lügen, zu
betrügen und irrezuführen? Kam es deshalb zur
größten Finanzkrise seit dem Zweiten Weltkrieg?
Werden
Banker zu Recht als Gauner verurteilt? Ulrich Wickert nennt die
Schuldigen beim Namen und fordert, endlich Verantwortung zu
übernehmen und zu handeln.
Der Verlag über das Buch
Ulrich Wickerts wichtigste Botschaften lauten: »Wir
müssen
lernen, dass überall in der Welt, so auch in der Wirtschaft,
nur
diejenigen langfristig Erfolg haben, die ethische Werte kennen und ihr
Handeln daran ausrichten.« Und: »Wir
müssen den Werten
wieder einen Wert geben; Anstand, Ehrlichkeit, Hilfsbereitschaft und
Solidarität sind Grundpfeiler des Zusammenlebens.«
Mit
aufrüttelnden, aber auch komischen Beispielen erklärt
der
Autor, warum es für uns alle - für den ganz normalen
Bürger wie auch für Konzernlenker oder Banker -
wichtig und
nützlich ist, sich nach moralischen Werten zu richten. Im Ton
ironisch distanziert, in der Sache kenntnisreich und engagiert
beschreibt Wickert die Krise und weist einen Weg in die Zukunft.
Über den
Autor
Ulrich Wickert, geboren 1942, gilt als einer der bekanntesten
Journalisten in Deutschland. Als Korrespondent in den USA und
Frankreich, als langjähriger Anchorman der Tagesthemen hat er
das
Fernsehbild der Deutschen geprägt. Mit seinen Bestsellern
»Der Ehrliche ist der Dumme«, »Das Buch
der
Tugenden« und »Gauner muss man Gauner
nennen« hat er
die Wertedebatte immer wieder angestoßen. Auch seine
Bücher
über Frankreich und seine Kriminalromane mit dem
Untersuchungsrichter Jacques Ricou waren Bestseller.
Bindung: Gebundene Ausgabe
EAN: 9783455502244
ISBN: 3455502245
Label: Hoffmann und Campe
Sprachen: DeutschUnbekanntDeutschOriginalDeutschPublished
Hersteller: Hoffmann und Campe
Anzahl Seiten: 205
Erscheinungsdatum: September 14, 2011
Herausgeber: Hoffmann und Campe
Studio: Hoffmann und Campe
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Text
für den Buchtipp stammt von Amazon. Der komplette Onlineshop
mit zahlreichen Einkaufmöglichkeiten basiert auf einer
Partnerschaft mit Amazon. Amazon ist für die komplette
Abwicklung der Bestellungen und Daten aus dem Onlineshop
zuständig. Den Onlineshop erreichen Sie in der Rubrik
Bullenshop unter http://www.bullenbrief.de/bullenshop.php5. |
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